Kino: Wonder Woman (2017)

»Wonder Woman« ist nach dem umstrittenen »Suicide Squad« der zweite Film des neuen DC-Universums, der mich wirklich überzeugen konnte. Regisseurin Petty Jenkins gelingt es über weite Strecken, viel aus der schwierigen Hauptfigur herauszuholen, ohne sich zu verzetteln oder zu viele Fragen offenzulassen. Nahezu alle Gags wirken erstaunlich gut in die Charaktere integriert und machen nicht zuletzt durch diese fehlende Beliebigkeit ordentlich Laune. Bis auf kleine Längen zu Beginn des letzten Drittels ist auch das Tempo des Films erstaunlich gelungen, so dass der Flow trotz der langen Spielzeit und manch längerer Einführung nie verloren geht. Hervorzuheben ist auch der gelungene Cast von Gal Gadot, die in ihrer Rolle sichtbar aufgeht.

Nun muss man aber auch sagen, dass der Film das Rad nicht neu erfindet. Wäre er – wie wohl ursprünglich geplant – irgendwann um 2006 herum in dieser Form erschienen, wäre das Standing sicherlich ein anderes gewesen. Gut zehn Jahre und Dutzende Superheldenfilme später reiht sich »Wonder Woman« in die Reihe guter und unterhaltsamer Superheldenfilme ein. Jenkins fügt dem Genre eine überaus gelungene weibliche Note hinzu – durch die fehlende (und zugegeben mittlerweile schwierig aufzubringende) Innovation bleibt am Ende aber eben doch auch noch Luft nach oben.

8,5 / 10

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s