Sneak Review: A United Kingdom / The Last Word / Bleed for This

Ich weiß nicht, ob ich derzeit einfach etwas gnädiger mit den Filmen bin, aber die letzten drei Filme, die die Frau und ich in der Sneak-Preview gesehen haben, waren allesamt auch sehr passende Sneak-Filme: Kleinere, gute Produktionen, die ich nicht auf dem Schirm hatte und wohl nie angesehen hätte. Entsprechend will ich sie euch kurz näherbringen.

A United Kingdom

Die Geschichte um den schwarzen König eines afrikanischen Stammes, der mit einer weißen Frau aus England zurückkommt, um sein Erbe anzutreten. Einerseits klassische Liebesschnulze mit teilweise fragwürdigen Dialogen, gelingt es dem Film andererseits nach anfänglichen Längen eine ganz eigene Spannung aufzubauen, die sich irgendwo zwischen politischen Intrigen, knallharter Diplomatie und persönlichem Schicksal einpendelt. Insgesamt ein unterhaltsamer Film, wenn man ihm Zeit gibt und über einige schwache Szenen und Dialoge hinwegsehen kann. Dass das Ganze auf einer wahren Geschichte basiert (und teilweise sogar an Originalkulissen gedreht wurde), macht das Ganze auch aus historischer Perspektive interessant, da es sich mit Zusammenhängen und Schauplätzen beschäftigt, die ich persönlich vorher nie auf dem Schirm hatte.

7,0/10

The Last Word („Zu guter Letzt“)

In den Kritiken erstaunlich schlecht weggekommen, hat mich ‘The Last Word’ doch mehr begeistert als ich gedacht hätte. Der Anfang zieht sich auch hier etwas zu lang, aber eventuell braucht der Film auch die Zeit, seine Charaktere entsprechend einzuführen. Vieles ist hier zum Schluss vorhersehbar und auch die allgemeine Richtung wird schnell deutlich. Nichtsdestotrotz ist die Ausgestaltung des Weges gelungen, kurzweilig und regt öfter auch zum Nachdenken und Lachen an. Da die Gags relativ rar gesät sind, treffen sie einen aufgrund ihres guten Timings meist umso mehr. Insgesamt ein guter Mix aus Drama mit Coming-of-Age-Elmenten sowie schrulliger Komödie. Protipp: Trailer sparen, der verrät zu viel.

8,5/10

Bleed for This

‘Bleed for This’ ist eigentlich ein typischer Underdog-Sportfilm, der dem Genre gerade zu Beginn und zum Ende hin wenig hinzuzufügen hat. Dass er in diesen Momenten jedoch auch ironisch mit sich umgeht, tut ihm dabei sehr gut und wirkt erfrischend genug, um nicht zu langweilen. Der Mittelteil, der ohne Vorkenntnis des Plots recht überraschend daherkommt, ist hingegen ein eigentlich auch eher typisches Survival-Drama. Am Ende wirkt ‘Bleed for This’ durch die Kombination der Genres, den starken Cast und eine durchweg gute Inszenierung dann aber keineswegs so blutleer, wie ich es von einer reinen Plotbeschreibung her antizipiert hätte. Insbesondere das Ende gestaltet sich durch den Mittelteil wesentlich spannender. Und dass das Ganze auf einer wahren Begebenheit beruht, lässt den Film während des mit Originalszenen gespickten Abspanns noch einmal besonders nachwirken.

8,0/10

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